Freitag, 22. September 2017

(Medien)wahrnehmung verschiedener Einzelbewerber

Ich google grad einige meiner Mitbewerber und schaue nach Pressemitteilungen.... insgesamt ziemlich wenig, was über uns berichtet wird...
da ich von meinem Mitbewerber Thomas Hasel, der selber Journalist ist, erfahren habe, dass er noch

gar nicht wie wir anderen vom Tagesspiegel interviewt wurde, sah ich nach und fand einen Artikel über ihn bei ZEIT Online...**
und der Tonfall dort ist schon arg grenzwertig... ich meine es ist Zeit Online und nicht ein offizielles Satire-Portal...
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-09/bundestagswahl-thomas-hasel-parteilos-friedrichshain-kreuzberg
Schaut mal rein wie tendenziös das ist...
wieso die dann nicht gleich über mich, die HArtz-IV-Bewerberin, oder über GROG und seine Visafreiheit für Zeitreisende herziehen, wie das der Tagesspiegel hier schon machte?
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bundestagswahl-kleinparteien-stellen-sich-vor/20242762.html

Thomas Hasel und Christian Pape haben massenhaft Flyer verteilt (darüber kein Wort - nur ein Titel der Thomas als "Extremist" klassifiziert) - Blume ist mit sehr großen Plakaten zu sehen - die auch erwähnen, dass er sich "um den Job bewirbt" ;-)

Markus Beckmann wird im Tagesspiegel belächelt als jemand mit extremen Thesen (ah ja, der junge Mann setzt sich für Frieden und Austritt aus der NATO ein, um mit dem Geld Positives zu unterstützen und er ist für BGE - das wird mit einem  Artikel über mein-Grundeinkommen unterlegt):
http://www.tagesspiegel.de/berlin/einzelkandidat-fuer-die-bundestagswahl-die-hoffnung-auf-966-stimmen/20274932.html

Nun, auch Sebastian Blume wird beschrieben - jedoch nur der Stil seiner Wahlplakate, nicht die Hintergründe seiner Kandidatur und seiner Aussagen:
http://www.berliner-woche.de/friedrichshain/politik/herr-blume-und-weitere-blueten-wer-tritt-sonst-noch-zur-bundestagswahl-an-d133023.html
Mal sehen, ob mein Kommentar geschaltet oder abgewimmelt wird - hab uns da nämlich alle genannt - und auch auf xhain.info verwiesen, wo man eine Übersicht über alle findet!

Otto Ritter taucht namentlich falsch geschrieben als Otto RICHTER zumindest in einem Nebensatz einer Statistik auf, in der die Berufe der BewerberInnen stehen - bei ihm steht "Creationist" (wer den Kreiswahlausschuss besucht hat, weiß, dass er eine längere Bezeichnung gewählt hat und darüber lustig diskutiert worden war- Creationist Richtung Wu-wei aber prokrastinierend oder so ähnlich hieß das ;-P
 Otto - korrigiere es ggf. im Kommentar hier)
Mehr über Otto Ritter: OCTOPOSER eingeben in Suchmaschinen...

Gregor Felde-Bajerowitz schreibt man auch falsch im Tagesspiegel - gut, dass man ihn schnell findet, wenn man sein Kennwort GROG mit dazu eintippt. Als Satiriker und Künstler ist er ja eh schon gut aktiv und sein Name zumindest in manchen Kiezen bekannt.
Gut auch, dass alle irgendwie im Internet präsent sind-  man müsste nur die NAmen und Weblinks von der Liste schon KENNEN... daher schlagen wir das demnächst vor für die nächsten wahlen - vorab eine Info über alle Kandidierenden an die WählerInnen im Rahmen der Wahlbenachrichtigung! Dann weiß jeder, was es an Auswahl gibt und wo man ggf. stärker nachforschen möchte - und sieht nicht erst dass der Wahlzettel unten noch weitergeht nach den Parteien, wenn man sich schon entschieden hat Wochen zuvor...

Ich wurde bei einem Kurzbesuch in meiner Heimatstadt Schwerin zufällig von einer alten Freundin, zu der ich lange keinen Kontakt mehr hatte, angesprochen auf meinen Bericht im TV... ob sie jetzt den Beitrag über den Sex-Shop bei Sat1 meinte oder den Bericht im Zuge der Wahlkampagne, erfuhr ich auf die Schnelle nicht ;-)

Sehr oft sagen Leute überrascht: ach das warst DU mit dem Sexshop? Sowohl die Callcenterleute im Jobcenter als auch Passanten auf der Straße geben mir oft Feedback, wenn sie mein von meinem Arbeitsvermittler und von meiner Oma inspiriertes Sprüchlein lesen: Zwangsarbeit im Sexshop - ich will's schmutziger - ich geh in die Politik." Manche wollen davon oder von dem "Hitler-Spruch" gleich ein Foto machen.

Ansonsten haben mich bei der Spontanaktion vor der Haustür am 21. 09. Leute drauf angesprochen, ob "wir die Spiegelhalter" seien - deren Plakate man überall sehen könne ;-)

Etliche Passanten lasen auch die lange Liste der 7 parteilosen Kandidaten auf dem Straßenpflaster und manche sprachen mit meinem Mitbewerber Christian Pape.
Was wieder mal zeigt: "wenn Du Dich nicht selber kümmerst..."  gilt auch für das Medienecho - gerade wenn es so asymmetrisch ausfällt, dass in der Berliner Zeitung am WOchenende vor der Wahl über "alle Direktkandidaten Berlins" (=6bekannte Parteien + ausschließlich Somuncu von "Die Partei") ähnlich wie in einem KINDER-FREUNDEBUCH die Bewerber gefragt werden, was sie gern lesen oder an Musik für Berlin empfehlen, während etwa über uns oder Wahlkreise mit nur EINEM Parteilosen nichts zu finden ist... vielleicht hab ich schlecht gesucht... bitte schickt mir Links, wenn es welche gibt...
danke!




** es ist tendenziös, von vorn herein belächelnd zu berichten.
Wieso eine mutige und witzige, entschlossene und aufgeweckte Art von Demokratienutzung, Kritik, Demonstration oder Bewerbung eines jeden von uns nicht grundsätzlich auch so benannt wird?
Z.B. könnte - in einem seriösen Blatt - die Situation auch so beschrieben werden:

"obwohl Thomas Hasel weiterhin berufstätig ist und sich um seine Kinder kümmert, findet er Zeit, auf der Straße die Leute anzusprechen und seine Infoflyer zu verteilen."

 Gespräche bei Aktionen und beim Flyerverteilen können teilweise auch zu einer Art "Straßensozialarbeit" werden - zum Ideenaustausch, ein wertvoller Beitrag zur politischen Bildung, zur SICHTBARMACHUNG der Bewerbungsbemühungen - wie Blume oder ich sie betonen. Der Veränderung und des Erneuerungsimpulses, der nicht nur bei uns Kandidierenden immer wieder aufkommt.

Man könnte auch Artikel über Christian Pape schreiben - und zwar wie er Erneuerung einfordert anstatt ihn einfach zu verschweigen. 
Etwa seine Verdienste, auf den Missstand und Fehler in der Zwinglikirchensiskussion mit "Allen" Direktkandidaten hinzuweisen gekoppelt mit dem Briefkasten, der SEINE Idee war, auch wenn wir anderen mitgeholfen haben. Das wäre mehrere, zumindest kleine Pressemeldungen wert! Welcher andere Politiker bietet das an?
Gerade, weil er die Größe hat, das dem Wahlsieger mitzugeben - losgelöst von bei ihn gar nicht wahrnehmbaren Exzentrizitäten seiner Person.


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