weil sie immer wieder fragen - offener Brief PRIVAT an einen Jobcentermitarbeiter

AN HERRN K. – Mitarbeiter der WIDERPSRUCHSABTEILUNG „SGG“ im Jobcenter Berlin Pankow

-Persönlich -

HINWEISE:
Dies ist ein PRIVATER Brief an Herrn K. – er hat NICHTS mit dem aktenkundigen Material zu tun und sollte außerhalb der Arbeitszeit gelesen werden.

Es geht um die von Herrn K. aufgeworfenen Themen/spontanen privaten Meinungsäußerungen an mich, FriGGa Wendt, wozu ich mich ebenfalls in meiner Rolle als „Privatmensch“ äußern möchte und was am letzten Dienstag im Februar bei der Einreichung von Unterlagen bei ihm den Rahmen gesprengt hätte, zumal Herr K. genau wie ich danach anderes zu tun hatte.

Exemplarisch und weil das auch von allgemeiner Bedeutung sein könnte für andere Menschen, veröffentliche ich ggf. diesen Brief (ohne Namensnennung der Jobcentermitarbeiter natürlich).
Sie, lieber Herr K., sind nicht der einzige, der solche oder ähnliche Fragen haben könnte, die meine Darlegungen und Erörterungen hervorrufen. Ich habe auch schon zu vielen anderen (semi)privaten Statements oder „Einrufen“ von Mitmenschen – so auch Jobcentermitarbeitern – öffentlich etwas geschrieben. Z.B. was ich der Kassiererin sage, die 160h/Monat arbeitet.
Ich danke daher allen, die mich mit ihren Fragen und Anmerkungen – teilweise auch provokant – zum Denken und Argumentieren „herausfordern“.
Jeder Mensch ist frei, so etwas in eigener Weise zu praktizieren und die Diskurse voranzutreiben, die ihn bewegen!



-------------------------------------


Berlin, den 02. 03. 2018

Sehr geehrter Herr K.,


vielen Dank für Ihr Interesse ehrlich Ihre Meinung bzgl. meiner Haltung und meines Umgangs mit dem Jobcenter zum Ausdruck zu bringen.


Ich erlaube mir daher, dazu meinerseits ein paar längere Anmerkungen zu machen, die ich - da ich keine anderweitigen Kontaktdaten von Ihnen habe - nun für Sie privat über Ihre dienstliche Erreichbarkeit verfasse.

So eine Situation oder so ein Gespräch hätte überall eintreten können – nicht nur im Jobcenter – auch auf der Straße oder im Rahmen meiner sonstigen Öffentlichkeitsarbeit und in privaten Dialogen tauchen solche Diskussionen immer mal wieder zwischen Menschen auf.

Natürlich ist Ihre Lebenszeit so kostbar und heilig wie meine - und Sie mögen in Ihrer freien Zeit interessehalber dieses lesen oder beiseite packen wie es Ihnen beliebt. Es ist keine Rechtsverbindlichkeit daran geknüpft ;-P
Wer etwas behauptet, muss aber in Kauf nehmen, dass es in der Seele eines anderen Menschen dadurch ggf. (länger) arbeitet und man Feedback dazu bekommt – wie auch Sie mir (unverlangt) „Feedback“ gaben.


Ich habe am Dienstag, dem 27. 02. 2018, an Ihrer Tür geklopft und Sie baten mich herrein. Als Sie mir gewahr wurden, äußerten Sie unbestellt aus menschlich-bewertender Perspektive Kritik gegen ein mir rechtlich zustehendes Verhalten.
Ich stufte das als Ihr persönliches Recht auf „freie Meinungsäußerung“ ein.

Zur Erklärung und Verdeutlichung:
Es bestand meinerseits -wie vor Ort geäußert - die Bereitschaft, vor der Tür zu warten oder eineN anderen Mitarbeitenden aufzusuchen - niemals waren Sie von Sanktionen oder Nachteilen durch mich bedroht.
Sie und Ihre Kollegen werden dafür bezahlt, dass Antragstellende ihre Widerspruchsvorgänge erledigt bekommen.
Falls Sie durch Ihren individuellen "Workload" überlastet sind, geben Sie dies bitte an die verursachenden Stellen weiter die systemisch in der übergeordneten Struktur und in meinem Fall auch menschlich in Ihrem Hause zu finden sind z.B. in (Behörden)Handlungen von Menschen, die mehrfach das Gesetz (nachträglich gerichtlich zuerkannter Maßen FALSCH) gegen mich angewandt haben.
Ich beschuldige SIE nicht, schuld an einem hohen Workload zu sein, denn Sie sind nicht der Verursacher - aber wenn der Workload als Reaktion auf repressive Praktiken und (un)geschriebene Gesetzlichkeiten noch höher wird, wird vielleicht Vernunft oder Einsicht (bei Ihren Vorgesetzten einkehren, bestimmte Dinge NICHT mehr zu tun oder zur "Kunden"zufriedenheit zu machen. Wenn Kunde, dann Kunde König - nicht wahr? Sonst bitte eine andere Formulierung statt „Kunde“, die das ausdrückt, was sie wirklich meint, statt ungehörig und unnötig einen Begriff zu verfälschen.

Nun, Sie vermuten ggf., dass es mir Freude macht, Sie in Ihren Arbeitsabläufen zu unterbrechen oder aufzuhalten.

Das ist natürlich nicht mein „vorrangiges Ziel“.
Aber ganz ehrlich, ja: das nehme ich in Kauf bzw. es stört und deprimiert mich nicht, dass das Jobcenter nun sehr viel Energie investieren muss in die Bearbeitung meiner Anträge. Die Anträge haben sich als notwendig für eine Zusammenarbeit gezeigt, die jobcenterseitig immer intimer und bewertender bzw. schwammiger und willkürlicher ihr "Ermessen" GEGEN mich ausübt(e).
Das muss einfach mal alles vom Grunde auf geklärt werden.

Ohne „provozierende Bescheide“ gibt es auch keine Widersprüche, die bei Ihnen auf dem Tisch landen.

All dies von mir nun Zurückgespiegelte wäre nicht erforderlich, wenn ich jobcenterseitig von Anfang an mit Umgangsformen behandelt worden wäre, die  meiner Würde entsprechen.

Ich bin da von Natur aus recht bescheiden, entgegenkommend und anspruchslos, sofern man nicht versucht mich mit Mitteln der Gewalt* oder der Manipulation* unbestellt zu erziehen.

*worunter auch bzw. GERADE gesetzlich legitimierte Wege fallen, den freien Willen eines Menschen zu brechen und im Sinne finanzieller Verwertung oder Gehorsamsverlangen unterzuordnen.


(Fast) alle arbeitsintensiven Klagen und Anträge entfielen, wenn unser "Sozialsystem" für alle erlebbar die Grund- und Menschenrechte (inkl. existenzieller Sicherheit für alle Menschen)  realisieren würde.

Ihre "Widerspruchsabteilung" wäre - wie Ihr gesamtes Haus vermutlich - geschlossen bzw. in einen Ort des gemeinsam praktisch Arbeitens und Vernetzens von Menschen für Menschen verwandelt.


Fühlen Sie sich in Ihren Grundrechte verletzt? Ich mache auch eine Demo für Sie oder helfe Ihnen, Ihre persönlichen, gern anonymisierten, Widersprüche und Verärgerungen als Sprachrohr an die Öffentlichkeit oder die entsprechenden Stellen zu bringen. Auch wenn sich das „gegen mich“ richten sollte, weil ich Ihnen als Ärgernis erscheine.


Ein (aus dem Kontext gerissenes) Beharren auf "Umgangsformen" ist faktisch wirkungslos und nicht gerichtlich durchsetzbar und stellt zudem aus meiner bescheidenen Perspektive ein Armutszeugnis aus, WEIL:

Eine Seite legt einseitig einen "Verhaltenskodex" als Norm fest, der sich offenbar, wenn ich Sie recht verstanden habe, auf das freiwillige Unterlassen von Rechtsansprüchen bezieht(?) - damit die Behörde in Ruhe arbeiten kann.
Diese eine Seite verstößt (teilweise auch gerichtlich zuerkannter Maßen) immer wieder in vielen Fällen gegen geltendes Recht.
Gegen (meinen) Geschmack und gemeinhin "gute Sitten" verstoßen Zwang und Orwellscher "Neusprech", wie in dieser Behörde auftretend, aus meiner Sicht allemal.

Das nicht nur ich einigen Jobcentermitarbeitern menschlich unangenehm im Gedächtnis bleibe, sondern es auch umgekehrte Vorfälle gab, sollte Ihnen nicht entgangen sein.

Als Beweis erinnere ich an die unter Sanktionen versuchte und vom betreffenden Menschen niemals privat entschuldigte Vermittlung meiner Wenigkeit in einen Sexshop (der wirtschaftlich zu einem Bordellbetreiber gehörte).

Ich erinnere ferner an die Empfehlungen Ihrer Kollegin Frau B., dass mein Sohn doch auch bei seinem Vater leben könne (wenn ich im Falle der Sanktionen die Wohnung verlieren würde... statt das Grundrecht meines Kindes und auch von mir (!) unabhängig von meiner Mutterrolle ernsthaft zu beschützen – meine Wohnung wäre ggf. schneller weggewesen, als ich mir von meinem Einkommensüberhang, also privat, Tickets und Materialien für meine Berufstätigkeit hätte kaufen können).

Dies widerspricht nicht nur eklatant ihrer eigenen "Philosophie" und dem "menschlichen Umgang" - es widersprich aus meiner Rechtsauffassung dem Grundgesetz und SPOTTET jeder dem Jobcenter anhaftenden Pseudo-Moral, die in die Öffentlichkeit posaunt wird (z.B. durch Vorstand a.d. Heinrich Alt gegenüber Ralph Boes: "Sie werden nie obdachlos... müssen nicht hungern..." - auch nicht, wenn Sie sich nicht "fügen")!

Herr P. M. ließ nichts unversucht, mein Leben alles andere als "störungsfrei" ablaufen zu lassen. Anstatt mir zu helfen bzw. etwas zu tun, was den Namen HILFE verdient (die ich von IHM gar nicht erwartete) machte er mir ANGEBOTE und STRAFFALLEN, die mich in meiner eigenmotivierten Arbeit behinderten - dabei hätte er begriffen haben müssen, mit mir nur positiv die Flucht nach vorn (z.B. Einkommensgenerierung über meine Kreativität und die durch sein Zutun erweiterte Öffentlichkeitswirksamkeit) antreten zu können – spätestens nach dem Sexshop-Thema – spätestens nach seinem VERSÄUMNIS, privat einmal aufrichtig SORRY zu sagen und dienstlich selber eine Kollegin für die Weiterbetreuung zu suchen, statt sich – in Ihren Worten -  „überzogen“ mit einer Sanktionsanhörung nach der nächsten bei mir  „wichtig zu machen“.

Aber Herr M. schrieb sogar noch eine Sanktionsverfügung im November wegen meines BEANSPRUCHENS VON DATENSCHUTZRECHTEN (!). Diese Sanktion wurde offenbar entgegen seiner Verfügung nicht umgesetzt – ein Rätsel, das ich noch lösen möchte mittels noch ausstehender Dokumenteinsichten.

Wie gesagt, auch ich empfand Herrn M. als sehr höflich und in (inhaltslosen) „Umgangsformen“  gewandt – dennoch fand ich sein tatsächliches Handeln durch und durch nicht o.k. - schlimmer als das der anderen, die mitunter bewusst komplett auf (überflüssige) Umgangsformen verzichteten.

Eine Teamleiterin Frau H., die nichtmal SORRY sagen kann, nachdem bis zu IHNEN und IHREN KOLLEGEN sowie IHRER GESCHÄFTSLEITUNG an fälschlichen Sanktionen festgehalten wurde. Die mir so begegnete, als sei das unvollständige Gewähren von Rechten schon zu viel des Guten und ich solle einfach von mir aus machen, was sie von mir mittels Sanktionen erzwingen müsste.
Meine Sanktionen bin ich übrigens nicht losgeworden, weil ich brav und schüchtern auf Gnade „von oben“ gehofft habe und mich hinten angestellt habe. Nein, ich wurde sie los indem ich mich ordentlich unbeliebt und überdeutlich SICHTBAR machte bei Ihrem Arbeitgeber.

Besonders aufschlussreich und lehrreich für das „Demonstrieren einer Ablehnung“ umgekehrterseits waren meine Begegnungen mit Herr L. und zuvor Frau L. - beide Arbeitsvermittler in 765 - die sich mir gegenüber vorstellten mit Worten wie: "Sie sind mir zugewiesen worden - es ist meine Pflicht, mit Ihnen ein Beratungsgespräch zu führen - es war nicht notwendig, auf Ihre zuvorigen Schreiben einzugehen".

Ah ja.
Gute „Umgangsformen“ ;-)  Wie unwichtig sind diese, angesichts der Wahrheit?! Nur raus damit.
Herr L. und Frau L. haben ein RECHT frei ihre Meinung und auch ihre DISTANZIERUNG auszudrücken. Keiner kann sie zwingen, sich bei mir anzubiedern. Und ich bin dankbar, wenn Menschen ehrlich sind. Herr L. und Frau L. kamen in dieser Hinsicht ehrlich rüber.
Was ich von Herrn M. halten soll, der sagte: „ja, ich würde ggf. jemanden einstellen, der nur dem Zwang folgt – vorausgesetzt er schauspielert gut.“ ???
Der selbe Mann sagte auch einmal „Ich will aber, dass Sie wollen.“ In Bezug auf mein fehlendes „freiwilliges bereitwilliges „sich Fügen““.
Apropos: Kennen Sie Erich Mühsam? Er dichtete „sich fügen heißt lügen“ in Zeiten, in denen man dafür – wie auch Mühsam später selbst – mit dem Leben bezahlen konnte.


"Umgangsform" einen Ausweis vorzulegen?
Macht bei mir zu Haus übrigens keiner.

Aber dann legen Sie doch mal den Ihren vor, wenn jemand Sie in Ihrem Büro aufsucht ;-)

Nun ja, wo wir schonmal dabei sind. "Das (hier) ist mein Ausweis," war die abweisende  aber auch situations- komische und kreative Antwort eines Arbeitsvermittlers, der dabei auf sein TÜRSCHILD schlug.

Aha - das ist dann vermutlich eine gepflegte Umgangsform, zuerst andere Leute ständig nach dem Ausweis fragen (nur die eigentliche Antragstellerin - mich – fragte er nicht – denn ich "war ja (mittels Personenbeschreibung???) über die Vorgängerin identifiziert")
aber wenn man selber gefragt wird nach dem Ausweis, das Türschild anschlagen ;-)
COOL.
Eigentlich eine sehr witzige und schlagfertige Idee, wenn auch vermutlich nicht „behördenkorrekt“ (???), dann bitte aber auch meine witzigen Ideen anerkennen.
Selbiger Mitarbeiter schien mir extrem verärgert über meinen gelungenen Versuch, über Verkauf von Jobcenterpapieren in Origamiform etwas Geld zu verdienen. Er bot mir in Frageform an, vermutlich nur scherzhaft oder im persönlichen „Konter-Modus“ gemeint, auch mal Schreiben von mir, die an ihn gerichtet waren, bei ebay anzubieten. Ob sein Arbeitgeber ihm das negativ ausgelegt hätte? Ich hätte ihm das nicht verwehrt, denn wie gesagt: ich fand seine Idee klasse - viel besser als seine anderen Ideen, die er mit Rechtsfolgenbelehrungen ausgestattet hatte. Seinem Blick und seinen Reaktionen nach zu deuten ärgerte ihn meine Freude über seinen kreativen Einfall aber ebenfalls... ;-(
Ich sah mich vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Was sollte ich nur tun, seine gestresst wirkende Seele zu streicheln – und das ohne ihm dabei unangenehm zu werden - , eine Seele, die alles als feindseelig deutete? Wie mit ihm ernstgemeint Frieden zu schließen, ohne dabei mich und meine Natur selber und meine authentische Kreativität zu verleugnen? Nun, Humor und Wahrheit war der Weg für mich und wird es in so angespannten Situationen auch immer wieder werden ;-)))) auch mitunter auf die Gefahr hin, dass mein Gegenüber NICHT lacht, sondern sich in seine Verärgerung steigert. Schließlich muss ich nicht „qualifizierte Jobcentermitarbeiterflüsterin“ sein, sondern bin ein MENSCH, der potentiell Fehler macht und definitionsgemäß innerlich als an den Prozessen beteiligt gilt im Gegensatz zur „konditionierten Behördenrolle“.

Nun zu unserem Thema der „anonymen Beistandschaft“:

So wie ein Arbeitsvermittler von seinem Arbeitgeber geschützt ist und nur in seiner Rolle als "Auftragserfüller" wahrgenommen werden will im Dienst ohne Rückschlüsse auf private Daten, Neigungen und sonstiges „Private“, wollen auch Beistandsmenschen diese nicht unnötigerweise preisgeben.

Jeder "erinnerte Name" kann ohne Sichtbarwerden in Einträgen oder transparenten Strukturen genutzt werden, das Ermessen gegen dessen Inhaber auszunutzen. Ist einer meiner Beistandsmenschen im Internet auffindbar oder selbst „Kunde“ irgendeines Jobcenters, kann sein Aktenkundig werden in meiner Akte rein TECHNISCH (nicht "gesetzlich erlaubter Weise" oder "üblicher Weise") dazu führen, ihn in den Radar zu nehmen. Das könnte ich TECHNISCH nicht verhindern und nicht „beweisen“.

Um nur in der BEISTANDS-Rolle wahrgenommen zu werden, haben wir uns bewusst für die Anonymität entschieden.

Ohne Ausweisvorlage kann man auch falsche Namen sagen - so wie man genannt werden möchte.

Wir möchten aber nicht lügen, sondern korrekt mit ("Beistand von") Frau Wendt angesprochen werden ;-)


Im Gegensatz zu den "Einladungen", die ICH vom Jobcenter erhalten habe (ist es HÖFLICH, irreführende Begriffe zu verwenden und Aufklärungen darüber als Indiz für die "Nichteignung von Beiständen" heranzuziehen?),
habe ich Ihnen auf meine Bitte, die Klage ans Sozialgericht weiterzuleiten, keinerlei Sanktionen in Aussicht gestellt.

Ich habe auch angeboten, draußen zu warten, bis Sie denn Zeit hätten sich des Anliegens zu erbarmen - oder wäre auf Ihre Anregung hin auch zu einem anderen Ansprechpartner gegangen.

Weiter „apropos gute Umgangsformen“...

Dass ich den freundlichen Herrn M. (765.R) nicht grüße, ich sicher arg dreist von mir. Aber ich mag nunmal nicht jemanden grüßen, der aus meiner Sicht so wenig Charakterstärke und Courage für das eigentlich menschlich Wichtige beweist.

Ich mag auch nicht immer scheinfreundlich mit Menschen umgehen, die faktisch alles andere für mich tun, als freundlich meine (berufliche) Weiterentwicklung zu fördern - zumindest bewusst - unbewusst hilft mir jeder weiter, die Missstände, die ich sonst nur spekulativ erahne, sichtbar zu machen oder auch schlussendlich aufzulösen. Weil ich alles verwerte – das Positive und das Negative. Das ist mein Talent.

Aber in einer Welt, in der Sie sagen können: Frau Wendt ist meine Schwester - auch wenn sie anders lebt und denkt als ich, achten wir beide unsere Menschenwürde - niemand spricht dem anderen das Recht auf Existenz ab noch raubt ihm die Möglichkeit noch lässt zu, dass Umstände das "automatisch" täterlos erzeugen - in der keine Hierarchien und Gesetze, Dienstvorschriften usw. die MENSCHLICHKEIT AUSSCHALTEN, erhalten Sie keinen einzigen "Antrag" oder "Auftrag" mehr von mir. Werden ergo nicht von mir "belästigt" oder "gestört" in dem, was Sie tun.
Wozu bräuchte ich das da noch? Und Sie hätten auch Zeit für anderes mit Ihren kostbaren Arbeitskraft.

Gekränkte Eitelkeiten auf keiner Seite können dann über den Anspruch auf (Lebens)rechte unserer Mitmenschen entscheiden - sondern nur über die Form des freiwilligen Miteinanders Nähe und Distanz zulassen.

In so einer Welt kann sie hinsichtlich Ihrer Existenzgrundlage in der PRAXIS niemand bewerten, egal was Sie denken oder fühlen. Die MEINUNG eines anderes liefert kein WERKZEUG, Ihnen das Menschenrecht abzuerkennen.

Sie müssen nicht lügen um höflich zu sein und selbiges auch nicht von anderen erwarten, sondern wo Sie Unterstützung bekommen, ist diese ein GESCHENK eines Mitmenschen.
Die Ressourcen, die Sie zu Ihrer Selbstabsicherung und Weiterverarbeitung bräuchten, wären Ihnen zugänglich auf vielen Wegen, ohne sich herrschaftlichen Strukturen oder der "Gunst" anderer unterordnen zu müssen.

Hartz IV ist KEIN Geschenk - es ist ein "Schicksalsvorteil" gegenüber einem "noch restriktiveren" Umgang in anderen Gesellschaften und damit auch ein "Arbeitsauftrag" für mich, weil ich in diesem sog. Rechtsstaat eben NICHT standrechtlich erschossen werde, wenn ich eine andere GESINNUNG habe als die Obrigkeit. Ich riskiere also weniger als dort, wo faktisch gar keine Bürgerrechte auf Meinungsäußerung gelten. Ich kann hier "nur" verarmen (ggf. bis zum Kälte- oder Hungertod) und werde nicht aktiv mit der Schusswaffe etc. verfolgt.

Doch ist in unserer Gesellschaft fast alles vom Geld abhängig und von den Wegen, dieses straffrei und möglichst effizient als Werkzeug für seine Vorhaben (ggf. nur dem reinen Überlebenswunsch) zur Verfügung zu haben.

Ich unterwerfe mich dem nicht einfach, als sei das ein Naturgesetz - ich nehme wahr, "berechtige" den von mir unbestellten Wunsch auf Fremdherrschaft und Ausbeutung (an der ich als Konsumierende im Kreislauf automatisch mit beteiligt bin) nicht.

Ich nutzte daher alle Mittel, dies bewusst zu machen und nehme dabei IN KAUF, dass ich von manchen Menschengemütern dafür geliebt und anerkannt werde, von anderen aber auch verachtet werde. Ich nehme in Kauf, dass es für andere umständlich ist, denn ich halte es nicht für erstrebenswert, in einer Welt, die nach Mechanismen betrieben wird, die mir innerlich widersprechen, reibungslos zu funktionieren und damit zur Aufrechterhaltung des von mir bemängelten Status quo beizutragen.

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." Jiddu Krishnamurti (1895 - 1986)


Im Unterschied zu etlichen anderen politisch aktiven Menschen bin ich da sehr ehrlich und verweise an der Stelle auf das von mir (mit)benutzte Wahlplakat:

"Eine Gesellschaft, die meine Existenz nicht wertschätzt, kann mich mal kreuzweise."**
sowie auf die Texte zu schönen Versprechungen, die an Wählende gemacht werden.

Wertschätzen heißt nicht, mir zuerst mein Recht (und ebenfalls faktisch die Möglichkeit zur Selbstversorung) zu nehmen, um mir dann gnadenhalber ein "Mich verdient machen" anzubieten bzw. mir gnadenhalber ein Almosen zu gewähren, das ungern gegeben wird, und die, die von dessen Verwaltung leben, mitunter das Gefühl vorgeben, aus ihrer persönlichen Tasche dieses zu finanzieren.

Wo Rechte in Gefälligkeiten umgedeutet werden, sind Konflikte vorprogrammiert.

Wo Pflichten eingeführt werden, weil Menschen von Angst gesteuert werden, Geld Vertrauen ersetzt und viele, die davon abweichen, faktisch materielle Nachteile erleiden oder stigmatisiert werden als Faulpelze, wenn sie nicht dem Geld sondern dem "Sinn" dienen, der ihrem eigenen inneren Antrieb entspricht, sind Konflikte vorprogrammiert.

Wieso nun sollte ich jemandem gegenüber, für den Sie tätig sind, eher Wert auf ein "sittsames Zurückhalten" legen (und damit Ihre "ruhigen Arbeitsabläufe" innerlich höher wertschätzen als das mir zustehende Recht und die ausgleichende Gerechtigkeit, um einen nicht vorhandenen Frieden, getarnt als "Ruhe" aufrecht zu erhalten, anstatt meine Rechte voll auszuschöpfen, um die Entwicklung voranzutreiben - die wohl den Weg durch breite gesellschaftliche Diskurse und Gerichte nehmen muss? Eine Entwicklung, an der ich gern beteiligt bin, weil sie Grundsatzfragen eröffnet und uns alle die Welt tiefer wahrnehmen lässt?

Es ist schön, dass endlich mal die Dinge zur Sprache kommen, wo wirklich das menschliche und institutionalisierte Konfliktpotential besteht und man sich nicht länger in reinen Floskeln und Textbausteinen bewegen kann.

Von daher DANKE ich Ihnen für Ihren IMPULS.

Ich bin gern bereit, mir noch weitere Kritik von Ihnen auf der persönlichen Ebene, die NICHT Eingang in die AKTE im Jobcenter findet, anzuhören und Sie dazu im Rahmen meiner gesellschaftspolitischen Arbeit bzw. "einfach so" zu treffen wie ich das mit anderen Menschen, die etwas menschlich mit mir zu klären haben, auch anstrebe!

Aber wenn Sie ein persönliches Interesse an einem Gespräch haben, sollten wir uns auf Augenhöhe begegnen außerhalb Ihrer Arbeitszeit. Gern natürlich in einem Rahmen, in dem sich jede Seite Vertrauenspersonen mitbringt, die selbstverständlich NICHT die Daten von sich preisgeben müssen. Dann könnte selbst da, wo über das Erlebte berichtet wird, niemand konkrete persönliche Rückschlüsse ziehen.

Kürzlich berichtete mir aber eine Arbeitsvermittlerin vom faktischen "Komplett Bestimmtsein" einer Jobcenter-Antragsteller-Beziehung durch Ermessensspielräume.

Werden Menschen und Bürgerrechte überall gleichauf geschätzt, begrüßt und umgesetzt, gibt es gar keine Voraussetzung für unerlaubte oder schädigende Datennutzung – man wird sicher lockerer und auch gern ganz unbefangen seinen Mitmenschen seinen Namen mitteilen. Doch bitte eins nach dem anderen, werter Herr K.!

Ich bin in der Tat stolz darauf, in einer Situation zu sein, wo ich diesbezüglich wirksam sein kann. Es ist eben mein TALENT, aus den Problemen, die man mir von außen macht, etwas Positives zu machen. Mit dem, was das Jobcenter an mir veranstaltet und durchexerziert hat im letzten Jahr und wer weiß wie es weitergeht, hat es sich genau eine "Figur" aufgebaut, die damit in der Öffentlichkeit steht. Überlegen Sie WEM Sie vorwerfen, "Selbstüberhöhung" zu betreiben oder diese in meinem Verhalten auftreten zu lassen - wer hat dann durch welche Taten WAS genau gefüttert und ist das rein auf mich und meine Persönlichkeit beschränkt oder Ausdruck tieferliegender gesellschaflticher Themen?

Es war mir durch die "Impulse" des Jobcenters möglich, meine politische Haltung öffentlich wirksam kundzutun, mehr als wenn ich "nur" in Ruhe ohne die Jobcenter-Absichten des letzten Jahres und dessen eingriffiges Verhalten zur Bundestagswahl angetreten wäre.

Es ist WIRKUNGSLOS mir ein schlechtes Gewissen einzureden - denn das habe ich nicht gegenüber Strukturen, sondern nur gegenüber Menschen, mit denen ich aber in menschliche Kärung gehen und auch leben kann, wenn ich einmal abgelehnt werde.
Ich habe mich auch sehr um Herrn L. und Herrn M. und Frau H. bemüht, zuvor um Frau L. und nun um die jetzigen und um eine echte Begegnung mit diesen Menschen auf der HERZ-EBENE als meine BRÜDER und SCHWESTERN.

Eine Zusammenarbeit, die auf ZWANG (offenbar für beide Seiten?) bzw. SANKTIONEN (für mich) BERUHT, kann ideologisch keinen ANSPRUCH auf "schweigsamen Gehorsam" und "stille Unterwürfigkeit" oder „freiwilliges Hintenanstellen“ begründen - auch nicht mit einem schein-moralischen Zeigefinger des "man stört andere Leute nicht". DAS WIRKT BEI MIR NICHT – außer dass es zu solchen langen TEXTEN von mir IMPULSIERT, weil ich das Ihnen persönlich gern mal mitteilen wollte ;-)

Ich HASSE Sie nicht. Keinen einzigen von Ihnen. Als Menschen wünsche ich Ihnen allen ein glückliches und erfülltes Leben in Frieden und Gesundheit. Ich empfinde Mitgefühl, wenn ich Schmerz bei einem von Ihnen beobachte oder erahne - unabhängig davon ob derjenige mir zuvor (durch Nutzung von Ermessen oder Instrumentalisierung gesetzlicher Vorschriften) Schmerz zugefügt hat. Ich bitte Sie, den Druck und die Lasten, die Sie ggf. meinen unberechtigt tragen zu müssen, dahin zu leiten, wo sie entstehen. Und das ist nicht bei mir.


Egal ob Sie bis hierhin gelesen haben:
Wenn Sie jetzt aus solchen „für das Behördliche überflüssigen privaten Schreiben“ Origamis falten oder anderes, ist das ebenfalls Ihr gutes Recht ;-)

Rechtlich sind wir ja schon auf dem Klagewege - das ist Inhalt Ihrer Arbeit und für die Allgemeinheit interessant.

Mit besten Grüßen als Ihr Mitmensch,

FriGGa Wendt



** in diesem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass meine Wahlplakate im letzten Sommer in Jobcenternähe auch enorm provokant gewirkt haben. Das hoffe ich sogar, dass es alle möglichen vorbeigehenden Leute provoziert hat, nachzudenken. Auch solche, die mich und meine Haltung a priori nicht als positiv empfinden, sollten einmal ungeschminkt die Wahrheit lesen, wie sie mir aber versteckt und öffentlichkeitslos auch etlichen anderen passiert.


Ich habe noch eine weitere Empfehlung zur Thematik, die über den „Jobcenter“kontext hinausgeht:
„sie wollen was sie wollen sollen“ kommt darin vor:

http://www.nachdenkseiten.de/upload/podcast/170522_Freiwillige_digitale_Knechtschaft_NDS.mp3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen