Donnerstag, 28. September 2017

Lebensmittelgutscheine sind ein nicht erlaubter Markteingriff

Hallo Freunde des guten Geschmacks!

Ich habe gestern erfolglos probiert, Lebensmittelgutscheine zum Erwerb kleiner fair gehandelter bio-produzierter TROSTPREISE für mich und meine Mitbewerber einzusetzen!

Da ich weder eine "kleine Anfrage" zum Thema machen kann, noch anderweitig "als Politikerin" von oben die Gutscheine verbieten kann, stelle ich hier für unsere Gewinnerin CANAN BAYRAM wie auch die restliche BELEGSCHAFT des (noch) Bundestages frei zu verwenden folgendes bereit:


Lebensmittelgutscheine werden von der GESCHÄFTSLEITUNG eines jeweiligen Jobcenters beschlossen - ob sie als Bescheide vom Jobcenter ausgegeben werden (mit denen dann der HArtzer sich im Laden zum Einkauf meldet) oder ob sie "neutraler ausschauen" und von einem Zwischenhändler wie etwa SODEXO abgekauft werden, entscheidet die jeweilige Geschäftsführung.

Hinsichtlich SODEXO-SCheinen sei festzuhalten:
auch im zweiten Durchlauf meiner REAL-LIFE-Studie im Umgang mit den Schandzetteln ist ein erheblicher EINGRIFF IN DEN MARKT und das VERBRAUCHER VERHALTEN FESTZUSTELLEN.

Lebensmittelgutscheine werden vielfach NICHT akzpetiert!
Die Argumentation, sie seien vergleichbar mich Geld, ist völlig sinnentstellt und nicht lebensnah!

Ich habe gestern zuerst in einem Biomarkt der BIO COMPANY (wo schon Probanden mit Sodexo-SCheinen einkauften) mein Glück versucht.
Die kleinen "SChokoglückskäfer" musste ich aber auf dem Fließband lassen.
Der Händler hatte keine Möglichkeit, sie einzubuchen. Seine Scanner erkannte sie nicht.
Thema war ihm völlig unbekannt. Er quittierte mir mit Unterschrift die Nichtannahme in seiner Filiale nachem er kurz telefonsich Rücksprache gehalten hatte.

Danach ging ich in eine Filiale der Mini-Kette VEGANZ in der Warschauer Straße.
Zwei Angestellte, die gerade im Laden standen, fragte ich vor Auwahl möglicher Produkte, ob sie die SCheine annähmen.
Sie sagten sofort nein.**


Ebenso erging es mir bei REWE nebenan (Warschauer Straße nahe Revaler Straße), wo man meinte, nur ein Gutschein PRO TAG würde akzpetiert und ich solle den Laden unverzüglich verlassen, wenn ich das nicht akzeptieren würde.


Was haben die Friedrichshainer gefressen? Gab bestimmt Lebensmittelgutscheine zum Frühstück ;-)


Lebensmittelgutscheine, die ich in mindestens 3 Läden nicht einlösen konnte, die mir beaknnter Weise NUR bei LIDL oder KAUFLAND angenommen werden, stellen einen erheblichen Markteingriff dar!
Und das nicht nur für Hartz-IV-Betroffene, sondern auch für Angestellte von Firmen, die keine Kantine im Haus haben. Diese dürfen dann in der Mittagspause in einem Kaufland einen Schein pro Tag einlösen. Vielleicht bekommen meine Arbeitsvermittler sowas auch? Sie haben keine hausinterne Kantine (wenn auch Kantinen in der Nachbarschaft von Finanzamt oder in Bildungsträgerhäusern) aber einen fetten Kaufland vor der Tür...

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Ich gebe Dir, liebe CANAN BAYRAM neben meinem Glückwunsch zu Deinem Wahlsieg und meinem Sanktionsorigami als Bürgereingabe mit:

Die Praxis, Leute zu sanktionieren im Jobcenter, nervt. Die freiwillige "Gewährung von Gutscheinen" als "letzte Grundversorgung" anstelle des "soziokulturellen Existenzminimums", hat viele negative Effekte nebenher.

Lebensmittelgutscheine jeglicher Art lassen sich - so zeigen meine Marktstudien - nicht gleichwertig zu Geldwährung einsetzen. Sie begünstigen bestimmte Unternehmen - steuern damit Verbraucherströme - und benachteiligen andere, die sich dann noch ggf. ärgern über "nervige HArtz-IV-Sanktionierte" oder auch Angestellte.
Der "Schuh drückt da", dass man nicht normal damit einkaufen kann und in der Auswahl der Produkte unfrei ist. Jobcenter unterstützen damit ein einseitiges Verbraucherverhalten und es ist diskriminierend (für mich als Käuferin), nicht dort einkaufen zu können, wo man die Produkte der Produkte halber schätzt.

Meine früheren Studien sind hier geschildert:
http://gerichtsverfahrenundklageprozesse.blogspot.com/2017/05/shopping-und-schlemmen-mit.html


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Ferner möchte ich alle MitbürgerInnen und Mitbürger - die genau wie ich "nichts zu sagen haben" und doch "sich den Mund nicht verbieten lassen" oder auch "einfach machen" die Idee in dem Raum BÜRGEREINGABEN zu machen zu allem "wo der Schuh drückt".

Idee von Christian Pape (ebenfalls Mitbewerber und Mitverlierer des Bundestagsdirektmandatsjobs unseres Wahlkreises).

Bitte schreibt MIR, IHM oder einem anderen Mitbewerber Eures Vertrauens die SCHILDERUNG EINES PROBLEMS in den nächsten Tagen, NICHT die Lösungsvorschläge (die Ihr sicher auch alle habt wie ich ;-P ), damit wir das zahlreich der guten CANAN und auch anderen WAhlkreisvertreterInnen im BUndestag AUF DEN WEG GEBEN KÖNNEN!

DANKE!
Nur reden und drüber nachdenken wirkt nicht - jetzt kurz nach der Wahl könnt Ihr den Elan der neuen ggf. noch motivierten Kandidaten nutzen, Eure Einwände ANZUSEHEN und bei der eigenen Gewissensentwicklung ZU BEHERZIGEN.
NAtürlich widerspricht das NICHT anderen Wegen, die Herrschaft nicht anerkennen oder an einer Basisdemokratischen Umsetzung unseres/eines Staates arbeiten.  ES ist nur EIN WEITERER WEG. Bitte LASST IHN NICHT AUS.
DANKE nochmals.





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** http://gerichtsverfahrenundklageprozesse.blogspot.com/2017/09/shopping-und-schlemmen-teil-2.html

Einkaufsversuch im VEGANZ (Warschauer Straße - Mittwoch, 27.09.2017 kurz vor 18 Uhr)- Lebensmittelgutscheine abgelehnt.




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Anwende: zwei Mitarbeiter - einer jung, dunkelhaarig, einer etwas älter mit grauen Haaren, beide schlank.

Ich fragte auch bei VEGANZ, nachdem mir die Annahme des Gutscheins verweigert wurde, ob Sie mir das quittieren würden.
Darauf weigerten sie sich. Sie weigerten sich aber, das Wort "Weigerung" dafür von mir verwendet zu wissen, denn "es sei nur niemand in ihrem Laden frei oder in der Buchhaltung dafür zuständig, sich um solche Themen zu kümmern" und "ich würde Sie nötigen, dass sie sich mit dem Thema überhaupt befassen müssten, jeder Mensch könne das im Internet nach schauen, wo solche Scheine akzeptiert würden."
Ich insistierte, dass erstens nicht jeder Internet (immer dabei)  habe,  ich aber mit den Scheinen einkaufen MÜSSE, weil sie der Ersatz für Geld für Lebensmittel seien, ich gern bei ihnen etwas gekauft hätte und ihren auf Tierrechte bezogenen Laden gern gestärkt hätte.
Ich würde den Laden nicht stärken, sondern schwächen, wenn ich ihnen weiter mein Gesoräch aufzwänge. Sie hätten kein Interesse daran, sich mit meinem Problem zu beschäftigen, denn sie hätten ja so viel zu tun und immer weniger Menschen müssten immer mehr Arbeit erledigen.

Schließlich sei es meine Entscheidung nicht zu arbeiten und Lebensmittelgutscheine zu bekommen.

Ich fragte nur nach einem BELEG über die Nicht-Annahme - meinetwegen ohne Allgemeingültigkeitsanspruch nur für den Moment.

Das ginge nicht, letztlich wegen Sorge, etwas falsch zu machen...

Ich fragte, wovor sie denn Angst hätten, wenn sie partout statt der langen Unterredung nicht schriftlich wie jede Aldi- oer BiocompanyverkäuferIn mir einen kurzen Beleg darüber ausstellen könnten.
Letztlich ginge es dem jungen Verkäufer um die Sicherheit seines Jobs - er wolle den nicht riskieren durch eine etwaige nicht von oben angeordnete Auskunft.

Darauf erbat ich die Ermittlung des Kontaktes an die Geschäftsleitung.
Dies wurde mir verweigert, weil das müsse ich im Internet machen. Ich sagte, ich hätte derzeit kein Internet dabei und würde ja jetzt den Beleg mitnehmen wollen.

Der jüngere Mann ging dann auch weg, der ältere versuchte mir erneut zu erklären, dass sie sich nicht "weigern" würden, aber ich einsehen müsse, dass niemand zu seiner Geschäftsleitung durchstellen würde - was ich zigfach aber anders erlebt hatte und was normaler Verbraucheranspruch ist, wenn man auf einer bestimmte Ebene nicht vorankommt.
Der Herr versuchte mich auch ein wenig lächerlich zu machen: "wenn Sie ins Jobcenter gehen, da kommt doch auch nicht auf ihren Wunsch der Geschäftsführer?" Ich sagte, dass ich schon bei der Leitung war und mit der ein Gespräch habe führen können - was denn daran verkehrt sei, mir schriftlich das mitzuteilen, dass VEGANZ keine Gutscheine annähme oder mir wenigsten eine Telefonnummer zu sagen, die ich anrufen könne.
Er scheute offenbar alles, dass ER und sein KOLLEGE sich an die Geschäftsleitung wenden müssten wegen der Angelegenheit- der Laden sei völlig überlastet. Immer weniger Menschen müssten immer mehr machen (s.o.)
Ich warf ein, dass man dann ja mehr Leute einstellen könnte usw. Sicher ein wunder Punkt, wo er nicht drauf einging.
Er bat mich höflich, den Laden zu verlassen - ein Interesse, mich ggf. als Käuferin - ggf. auch langfristig oder mit Bargeld, was ich als Honorarkraft ja teilweise noch oder immer wieder habe - bestand offenbar nicht. Sie standen auch nur rum, waren weder mit der (nicht besetzten) Kasse noch dem Einräumen von Regalen beschäftigt.
"Geh aus den Augen, aus dem Sinn, wir wollen von Dir und Deiner Problemwelt hier im LOHAR-Paradies, das den Veganern ein gutes Gewissen machen soll, nix wissen" - DAS kam rüber und das gebe ich der Geschäftsleitung ÖFFENTLICH zu bedenken!
Veganz war schließlich mal Förderer von mein-Grundeinkommen und hat auch noch Produkte bei dm im Angebot...

Nicht nur, dass Sie sich weigern, restriktiven und ihr eigenes Utnernehmen marktechnisch benachteiligenden Strukturen mit simpler Aufklärung entgegenzuwirken, sondern auch, dass Sie diese in Ihrer Ignoranz, gezeigt unter anderem in der Existenzangst des "Motivierten und ja nichts falsch machen wollenden Angestelltendaseins", selber mit erschaffen!

Ich wünsche eine Klarstellung und dazu einen persönlichen Termin beim Geschäftführer von VEGANZ - der Tiere nicht diskriminieren will - also bitte auch keine MITMENSCHEN. DANKE.

02. 10. 2017
SUPER! Ein Mitarbeiterin von VEGANZ reagiert!

Kernpunkte: 
-es gab noch nie die Nachfrage mit Lebensmittelgutscheinen einzukaufen
-Lebensmittelgutscheine unmittelbar VOM JOBCENTER sollen in absehbarer Zeit akzeptiert werden
-mit SODEXO gibt es keinen Vertrag und wird es keinen geben.

bis auf Widerruf vollständige Antwort von Veganz unten auf folgender Seite:

http://gerichtsverfahrenundklageprozesse.blogspot.com/2017/09/shopping-und-schlemmen-teil-2.html



Kommentare:

  1. Danke für den ausschlussreichen Artikel .Wenn solche Unternehmen auf solche Kunden verzichten können ,dann haben Sie wohl Marktwirtschaft nicht verstanden ? Desweiteren geht Geld vor Sachleistunghttps://dejure.org/gesetze/SGB_XII/10.html Lebensmittelgutscheine sind wohl die Erfindung der JC .Ins Gesetz gucken kennen die nicht .
    Und diese Gutscheine dienen dazu das andere mitdran verdienen ( was aber nicht funktioniert wie man bei SODEXO ja siehst .

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  2. Hallo Allerseits - ich möchte Euch kurz noch berichten, dass am 26. 10. 2017 ausgegebene Gutscheine (rückwirkend für Oktober, einlösbar bis Ende November) von mir bei einem KAUFLAND neben dem Jobcenter eingelöst wurden.

    Die aufmerksame Kassiererin vom 27. 10. 2017 entdeckte die zum Test eingestreuten Batterien, die ich nicht mit den Gutscheinen erwerben konnte. Ich war nicht ihre erste Gutscheinkundin.

    Ebenso wies sie mich auf die nicht abrechenbare EINKAUFSTÜTE hin, die selbst weder Lebensmittel noch Hygieneartikel war!

    Sie wollte mir die aber zum Transport der Lebensmittel aufgrund ihres Menschenverstandes und Mitdenkens mitgeben - ich schlug ihr dann vor, die Tüte separat vom Restgeld (Rückerstattungsgeld) der Gutscheine zu bezahlen - was wir dann auch so umsetzten.

    Sie war allerdings dann etwas unsicher, ob sie mir nur für den zuletzt über den Scanner gezogenen Gutschein das Restgeld erstatten dürfe oder für ALLE Gutscheine ;-) Nun, auch dafür hatte ich eine Lösung, sie könne dann den von mir zuletzt gereichten 5 EUR Gutschein vorziehen und einen der zwanzig EUR Gutscheine (=2 EUR herausgebbar) als letztes nehmen... ;-)

    Aber ein Anruf ihrerseits gab ihr die Bestätigung, dass sie auf alle Gutscheine gesamt bis zu 10% als Rückgeld herausgeben dürfte.

    VIelleicht kann ja mal jemand eine Fibel zum Umgang mit Lebensmittelgutscheinen herausgeben? Mein Wissen dazu steht zwar frei verfügbar im Netz, ich lasse mir meine Marktforschung aber auch gern bezahlen... pardon, mein Vermieter lässt sich das bezahlen bzw. mein Jobcenter lässt sich das rückerstatten ;-)))

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